BORRELIOSE - ein Kampf nur gegen den Krankheitserreger?
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-> Zecken-Alarm!
Die Bildzeitung hilft der Wahrheit über Borreliose auf die Sprünge!
-> Ein interessanter Artikel über Borreliose, ihre sozialen und medizinisch-ethischen Aspekte
Videodokumentationen aus dem wissenschaftlichen Symposium vom 2. Juli 2007 in Bamberg "Gebt mir mein Kind zurück - Borreliose, Münchhausen-by-proxy-Syndrom und medizinisches Gutachterwesen - Der Fall Aeneas Heller, Bamberg":
Interview von Dr. Virginia Sherr, USA,
Fachärztin für Psychiatrie,
Vizepräsidentin von ILADS (Internationale Gesellschaft zur Erforschung von Therapie und Diagnostik bei Borreliose und verwandten Krankheiten)
-> Dr. Sherr: Aeneas Blutwerte belegen seine Borrlien infektion (Western-Blot)
The facts about Aeneas
-> Dr. Sherr: Aeneas laboratory tests evidence his lyme-disease (Western-Blot)
Die Langzeitantibiose ist keine Kindesmisshandlung, sondern eine schulmedizinisch anerkannte Behandlungsmethode
-> Dr. Cameron: Die Langzeitantibiose als anerkannte Behandlungsmethode für Kinder die an Lyme-Borresliose, leiden. Selbst Kinder, die so schwer erkrankt sind, daß sie Hausunterricht benötigen, genesen nach längerfristiger Antibiotikagabe so weit, dass sie erfolgreich eine Berufskarriere starten können.
-> Dr. Cameron: Prolonged antibiotic treatment is an accepted treatment for children, who are suffering from Lymedisease. Even children, who are to sick to attend school, recover after prolonged anibiotic treatment and are able to start successfully a carriere.
-> Dr. Cameron: Die Behandlungsrichtlinien von ilads unterstützen eine längerfristige Antibiotika Therapie, deren Dauer sich am Heilungserfolg des Patienten orientiert.
-> D. Cameron: The treatment guidelines from ilads support a prolonged antibiotic therapy. The duration of therapy tend to the success of recover of the individual patient.
Ärzte, die bei Aeneas Borreliose diagnostizierten, Behandlungsempfehlungen gaben bzw. Aeneas behandelten:
(Die Behandlung bestand in der Verabreichung von Antibiotika, Ernährungsvorschlägen, Stärkung der allgemeinen Immunabwehr durch naturheilkundliche Therapie, Bewegungstraining etc.. Alle die hier aufgeführten Ärzte waren bemüht, Aeneas trotz der anstrengenden Behandlung ein kindgerechtes normales Alltagsleben zu ermöglichen)
-> Dr. med. Lux
-> Dr. med. Kraus
-> Dr. med. Kratzsch
-> Dr. med. Hellenthal
-> Dr. med. Meer-Scherrer
Die Stellungnahmen der Aeneas vormals behandelnden und Frau Petra Heller beratenden Ärzte bei Gericht:
-> Dr. med. Kraus
-> Dr. med. Kratzsch
-> Dr. med. Götz
-> Dr. med. Meer-Scherrer
-> Dr. med. Klemann
Die Mutter Petra Heller und ihr Sohn Aeneas litten nachgewiesenermassen an Borreliose
Hier Atteste, Stellungnahmen von Borreliosespezialisten, Kliniken, Labors und Hausärzten mit Datum vom:
1) 20.08.04 5) 19.01.04 9) 11.07.00 13) 06.10.03 17) 23.08.04 21) 01.10.01
2) 06.08.04 6) 10.01.04 10) 16.06.04 14) 23.08.04 18) 07.11.02 22) 13.09.01
3) 23.07.04 7) 10.01.04 11) 19.08.04 15) 16.09.04 19) 27.05.04
4) 05.08.04 8) 23.07.01 12) 07.10.04 16) 16.09.04 20) 01.02.03
Die Daten vom 07.11.02, 27.05.04 und 01.02.03 sind mit eindrücklichen Berichten über Frau Petra Hellers eigene Borreliose-Erkrankung ausgestattet, um die von den Frau Heller begleitenden Ärzten erklärte Ursache einer wahrscheinlich schon intrauterinen Übertragung der Borreliose (Übertragung im Mutterleib während der Schwangerschaft) auf ihren Sohn Aeneas glaubhaft zu machen. Sie finden diese Berichte auch indem folgenden Link, der noch viele andere eindeutige Belege für die Borreliose bei Petra Heller beinhaltet:
-> Atteste, Klinikberichte und Laborwerte von Frau Petra Heller
Wir stellen Dr. Daniel J. Cameron, Borreliosespezialist, USA, massgeblicher Autor für die Richtlinien zur Behandlung von Borreliose in den USA vor:
Dr. med. Daniel J. Cameron
Facharzt für innere Medizin
Mt. Kisco
NY10549 M.P.H.
Master of Public Health
Mitglied des Expertengremiums von ILADS International Lyme and Associated Diseases Society.
Internationale Gesellschaft für Lyme-Borreliose und mit Borreliose assoziierten Krankheiten. ILADS ist eine nichtprofitorientierte internationale, interdisziplinäre medizinische Vereinigung, die sich für die Diagnostik und für die angemessene Behandlung der Lyme-Borreliose und damit verwandter Krankheiten einsetzt.
Dr. Cameron ist Hauptautor der von ILADS herausgegebenen "Beweisbasierte Richtlinien für den Umgang mit der Lyme -Borreliose"
"Evidence-based guidelines for the management of Lyme disease"
Hier ein Auszug und der Versuch einer Übersetzung desselben aus folgendem Kapitel dieser Veröffentlichung:
"Major Recommendations"
Übersetzung: "Wichtigste Empfehlungen"
"The practice of stopping antibiotics to allow for delayed recovery is not recommended for persistent Lyme disease. In these cases, it is reasonable to continue treatment for several months after clinical and laboratory abnormalities have begun to resolve and symptoms have disappeared."
Übersetzung: "Die Praxis, die Verabreichung von Antibiotika zu stoppen um eine Verzögerung der Genesung zu erlauben, ist bei der persistierenden Borreliose nicht zu empfehlen.
In Fällen der persistierenden Borreliose ist es begründet, die Behandlung mehrere Monate über das Verschwinden der Symptome und der laborchemischen Auffälligkeiten hinaus fortzusetzen"
Noch eine Anmerkung zum häufig fehlinterpretierten Begriff der "evidence-based medicine" der "evidenz-basierten Medizin"
EbM "ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten. Die Praxis der EbM bedeutet die Integration individueller klinischer Expertise mit der bestmöglichen externen Evidenz aus systematischer Forschung."
(Zitat: David L. Sackett et al. Was ist evidenz-basierte Medizin und was nicht?)
NACH OBEN
Klemann W., Heyl S., Chatzichrisafis P., Mälzer F., Garnefeld W., Viebahn J., Bürkle K.H., Oelbermann K., Seifert D., Püttman A., Prautzsch H., Schust G., Uebermuth C., Hopf-Seidel P., Beck A., Weller M.,
Antwort auf den
Artikel über Prophylaxe und Therapie der Borreliose
im Arzneimittelbrief Heft 2005, 33
direkt zu den Referenzen
gesamten Brief
inklusive aller Studien
als .zip-Datei downloaden
(ca. 8MB)
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
mit Bedauern mussten wir feststellen, dass der für seine kritischen Stellungnahmen bekannte Arzneimittelbrief im Heft 2005, 33 einen Artikel über die Prophylaxe und Therapie der Lyme Borreliose veröffentlichte [1], welcher unkritisch Zitate übernommen und teilweise die Aussagen verschiedener Referenzen verfälscht wiedergegeben hat.
Im Frühstadium der Borreliose (Stadium I und frühes Stadium II) wird dort eine 10-tägige Gabe von Doxycyclin vorgeschlagen, welche als ausreichend beschrieben wird. Dabei berufen sich die Verfasser des Artikels auf eine Studie von Wormser, et al. [2]. Es sei vorweggenommen, dass diese Studie schwerwiegende Mängel in der Durchführung und Datenanalyse [3] aufweist. Ziel der Studie war es, den Therapierfolg von drei verschiedenen Behandlungsansätzen im 1. und frühen 2. Stadium zu vergleichen. Die Therapieschemata bestanden aus entweder 10 Tagen Doxycyclin 2x 100 mg p.o., 20 Tagen Doxycyclin 2x 100 mg p.o oder sequentieller Gabe von Ceftriaxon 2g i.v. und 10 Tagen Doxycyclin 2x 100 mg p.o.. Allerdings wurde ein beträchtlicher Teil (ca. 50 %) der in der Studie verbliebenen Patienten mit erneuten Antibiotikagaben innerhalb des anschließenden Beobachtungszeitraumes behandelt. Dadurch stimmt die tatsächlich stattgehabte Therapie nicht mit der Studienvorgabe überein.
Ungeachtet dieser Problematik zeigen die Studienergebnisse lediglich, dass sich die Behandlungsresultate der verschiedenen Therapieregime nicht signifikant unterscheiden. Die Aussage einer ausreichenden Therapieeffizienz lässt sich daraus nicht ableiten. Beruft man sich auf die Zusammenfassung der Studie, so schritt sogar bei rund 20% der Behandelten die Krankheit mit allen untersuchten Therapieschemata trotz der genannten Antibiotikagaben voran. Zudem wurden 8,1 % (13/160) der Patienten aufgrund erneut auftretender Wanderröten von der Studie ausgeschlossen. Da die Wanderröte ein eindeutiges Zeichen einer Infektion mit Borrelien darstellt, wirft der Ausschluss dieser Patienten aus der Studie weitere Fragen auf. Eine Reinfektion bei dieser hohen Anzahl von Studienteilnehmern erscheint als eher unwahrscheinlich.
Auf dem gleichen Niveau befindet sich die Studie von Dattwyler et al. [4], welche ebenfalls in Ihrem Artikel erwähnt wird. Auffallend ist bei beiden Studien [2,4], dass keineswegs die Therapieeffizienz von ca. 80% verbessert wurde, sondern durch einen kürzeren Therapiezeitraum oder der Gabe günstigerer Präparate eine ähnlicher Therapieerfolg erzielt werden konnte.
Bedenklich ist in beiden Arbeiten [2,4] die Vorgehensweise, mit der die Patienten in drei Genesungsstufen eingeteilt wurden. Unterschieden wurde die Gruppe der Genesenen, die der krank Gebliebenen sowie eine dritte Gruppe von Patienten , welche nur teilweise auf die Antibiotika angesprochen hatten. Unter welchen Kriterien diese Unterteilung stattfand, wird weder ausreichend erklärt noch begründet.
Hervorgehoben werden sollte, dass eine Therapie nach den untersuchten Schemata selbst im frühen ersten und zweiten Stadium der Borreliose, in welchem noch keine neurologischen Symptome auftreten, bei einem beträchtlichen Teil der Erkrankten unzureichend war und bei mindestens 20% der Patienten das Voranschreiten der Krankheit nicht verhindern konnte.
Die richtige Einschätzung des Artikels [1] in Ihrem Fachblatt, dass es bei einer fortgeschrittenen Borreliose im späten zweiten und dritten Stadium keine Therapiestudien gibt und auch der notwendige Behandlungszeitraum nicht geklärt ist, lässt die Frage offen, auf welchen Daten der dort aufgeführte Therapievorschlag basiert.
Die aufgeführte Expertenmeinung, eine pauschale Therapie von 2-4 Wochen Ceftriaxon in fortgeschrittenen Stadien zu praktizieren, ist in Anbetracht der hohen Anzahl an Therapieversagern selbst in frühen Stadien der Erkrankung fragwürdig, zumal es in der Literatur zunehmend Hinweise gibt, dass Borrelien auch nach der Gabe von Antibiotika persistieren können [5,6,7,8,9,10,11,12,13]. Auch die variierende Empfindlichkeit von pathogenen Borrelienstämmen auf verschiedene Antibiotika [13,14] lässt eine solche Pauschalisierung nicht zu.
Im Hinblick auf die Studie von Seltzer et al. [15] wird die Behauptung aufgestellt [1], dass Symptome, welche nach der in Ihrer Fachzeitschrift empfohlenen Therapie auftreten, unabhängig von der behandelten Borreliose seien. In der Studie von Seltzer et. al. [15] wurde die Erhöhung der Häufigkeit von Symptomen Borreliosekranker innerhalb eines Zeitraumes nach Diagnosestellung (nicht nach Krankheitsbeginn) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersucht. Da nicht deren Kausalität untersucht wurde, kann über die Ursachen der Symptomatik keine Aussage getroffen werden. Auch die Aussage, dass kein Unterschied zwischen der Erhöhung der Häufigkeit von Symptomen der Patientengruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden konnte, lässt sich anhand der Daten der besagten Studie widerlegen. Die Patientengruppe litt im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikant häufiger unter Muskel- und Gelenkbeschwerden und wies häufiger Schwierigkeiten im Bereich der Ideenformulierung auf.
Verschiedene Studien haben ergeben, dass eine Borrelieninfektion im späteren Verlauf mit gehäuftem Auftreten von bestimmten Symptomen einhergeht [16,17,18,19]. In einer kürzlich veröffentlichten Metaanalyse konnte ebenfalls gezeigt werden, dass auch nach antibiotischen Therapiemassnahmen musculoskeletale und neurokognitive Symptome aber auch chronische Erschöpfung jahrelang persistieren können [20]. Die bewiesene Fähigkeit der Erreger, auch längeren Antibiosen zu widerstehen [5,6,7,8,9,10,11,12,13], erhärtet somit ebenfalls das Kausalitätsmodell einer persistierenden Symptomatik aufgrund fortbestehender Borreliose.
Des Weiteren wird die Behauptung aufgestellt, dass eine längere Behandlung mit Antibiotika den Patienten keine Besserung erbringe [1]. Beide Studien [21,22], auf welche die Autoren ihre Argumentation aufbauen, benutzten das gleiche Therapieregime (über 30 Tage 2g Ceftriaxon i.v. und anschließend über 60 Tage 200mg Doxycyclin p.o.). Die Aussage beider Studien ist, dass durch dieses Therapieregime kein messbarer Effekt auf die Symptomatologie der Patienten festgestellt werden konnte. Eine Reihe methodischer Fehler in der Studie von Klempner [21] wurde bereits in einer Veröffentlichung von Phillips S., et al. [23] ausgiebig erörtert: Da laut Dotevall [24] durch 200mg Doxycyclin keine ausreichenden Konzentrationen im Liquor erreicht werden und die Patienten der genannten Studien unter neurologischen Beschwerden litten, ist es nicht verwunderlich, dass keine signifikanten Therapie- Effekte festgestellt werden konnten. Das besagte Therapieregime entsprach im Grunde genommen nur der Wiederholung einer bei allen Patienten bereits vor der Studie durchgeführten Kurzzeitantibiose.
Dass eine erneute Gabe von Ceftriaxon durchaus eine Verbesserung der Symptomatik erbringen kann, wird in einer anderen kontrollierten Doppelblind Studie [25] belegt. Dort konnte ein positiver Effekt nach erneuter Antibiose festgestellt werden. Im Bereich der Erschöpfungssymptomatik wiesen die mit Antibiotika behandelten Patienten eine deutlich messbare Besserung auf.
Eine ablehnende Haltung gegenüber Langzeitantibiosen oder erneuten Antibiotikagaben nach bereits erfolgter Therapie [1], wird mit der vermeintlichen Schädlichkeit von Antibiotikagaben am Beispiel eines Todesfalles während einer Langzeitantibiose [26] sowie von Gallenkomplikationen, welche bei Anwendung von Ceftriaxon auftreten können [27], begründet.
Die Wahl des Titels der Arbeit von Patel, et. al. [24] ist irritierend. Der dort beschriebene Todesfall trat nämlich keineswegs durch die Folgen einer Langzeit-Antibiose ein, sondern als Folge einer Katheterinfektion. Die in der Studie beschriebene Aussage, wonach die Patientin während der besagten Langzeittherapie erstmals eine Besserung ihrer seit rund 15 Jahren bestehenden Symptome erfahren haben soll, entkräftet das Argument einer schädlichen Langzeitbehandlung.
Artikel [27] beschreibt Komplikationen im Bereich der Gallenblase, welche als Nebenwirkung bei der Gabe von Ceftriaxon auftreten können. Biliäre Komplikationen sind bekannte, aber seltene Begleiterscheinungen der Ceftriaxontherapie allgemein [28,29]. Hier bleibt der Nutzen einer entsprechenden Therapie gegenüber den Risiken dieser Therapie, aber auch gegenüber den Risiken einer fortschreitenden Grunderkrankung und möglichen Chronifizierung bei Nichtbehandlung, abzuwägen Die vorgenommene Ausweitung auf andere Antibiotikaklassen [1] kann aus der angegebenen Quelle nicht nachvollzogen werden, da diese sich ausschließlich auf die Gabe von Ceftriaxon beruft.
In dem von Ihnen veröffentlichten Artikel [1] wird ausdrücklich von einer erneuten Antibiotikagabe gemäß der dort aufgeführten Einschätzung einer ausreichenden Behandlung abgeraten. Nach diesem Vorgehen müsste selbst der beschriebene Patient aus Referenz [2] trotz der im Verlauf der Studie auftretenden Borreliose-induzierten Meningitis unbehandelt bleiben, da er mit 10 Tagen Doxycyclin nach dem von Ihnen empfohlenen Therapieschema bereits ausreichend behandelt worden sei. Auch den aus der Studie ausgeschlossenen Patienten mit erneut auftretenden Wanderröten würde eine weitere Therapie versagt werden.
Dass eine erneute Gabe von Antibiotika durchaus sinnvoll sein kann, wird selbst in den aufgeführten Studien [2,4]des von Ihnen veröffentlichten Artikels [1]mit Erfolg demonstriert. Die erneute Behandlung des oben erwähnten Patienten mit borreliosebedingter Meningitis mit Ceftriaxon [2] brachte beispielsweise eine dokumentierte Verbesserung der Beschwerden. Auch in der Studie von Dattwyler [4] wurde ein Patient, welcher trotz 10-tägiger Doxycyclin-Therapie weiterhin unter Arthritis, Myalgien, Arthralgien und Müdigkeit litt, mit einer dreiwöchigen Ceftriaxon Therapie von seinen bestehenden Symptomen, laut Studie, geheilt.
Bedauerlicherweise fehlt im veröffentlichten Artikel ihres Fachblattes [1] jeglicher Hinweis auf die Existenz weiterer Expertenmeinungen, welche zum Teil auch länger dauernde Therapie-Ansätze empfehlen [11,30,31,32].
Da die Grundlage einer angemessenen Therapie die Diagnose ist, wäre es wünschenswert gewesen, in der Abhandlung über die Prophylaxe und Therapie der Lyme Borreliose [1] auf die Schwierigkeiten der Borreliose-Diagnostik hinzuweisen. Die unzureichende Sensitivität, Spezifität und Standardisierung existierender serologischer Verfahren [33,34,35,36], welche in keinem Stadium einen statistisch sicheren Ausschluss der Borreliose belegen können, scheinen immer noch weitläufig unbekannt zu sein. Letzteres trägt leider dazu bei, dass Patienten mit eindeutiger Anamnese und entsprechendem klinischen Bild aufgrund negativer Befunde unbehandelt bleiben. Wenn man die mäßige Sensitivität und die schlechte Datenlage, was die Therapie angeht, berücksichtigt, ist es unserer Ansicht nach notwendig, den Patienten mit klinischem Verdacht auf eine Lyme Borreliose genauso zu behandeln wie einen Patienten mit objektiven Krankheitsmanifestationen. Persistieren die Symptome nach der Therapie, so sollte die Indikation für eine weitere Therapie eher großzügig gestellt werden, da sich ein befriedigender Behandlungserfolg oft erst nach prolongierter Therapie einstellt [11,30,31,32]. Andernfalls können die Symptome jahrelang persistieren und die Lebensqualität des Patienten nachhaltig beeinträchtigen.
Aufgrund der beschriebenen Defizite möchten wir darauf hinweisen, dass die Empfehlungen in dem Artikel Ihres Fachblattes [1] weder einen ausreichenden Therapieerfolg gewährleisten, noch als ausreichend wissenschaftlich fundiert zu betrachten sind. Zumindest aber sollte auf die Existenz anderer Expertenmeinungen und Therapie-Empfehlungen, wie beispielsweise die der ILADS Gruppe [30] hingewiesen werden, um Ärzten ein vollständiges Bild der aktuellen Forschungs- und Behandlungslage zu bieten, auf dessen Grundlage sie nach bestem Wissen und Gewissen den Patienten behandeln können.
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1. "Prophylaxe und Therapie der Lyme Borreliose", Arzneimittelbrief 2005, 39,33.
2. Wormser, G.P., et al.: Duration of antibiotic therapy for Lyme disease ,Ann. Intern. Med. 2003, 138: 697-704.
3. Stricker RB, et. al.:"Treatment of early Lyme disease", Ann Intern Med. 2004 Apr 6;140(7):577; author reply 577-8.
4. Dattwyler, R. J., et al.: "Ceftriaxone compared with Doxycycline for treatment of acute disseminated Lyme disease", N. Engl. J. Med. 1997, 337:289-94.
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6. Honegr K., et. al.: "Long term and repeated electron microscopy and PCR detection of Borrelia Burgdefori sensu lato after an antibiotic treatment" , Cent Eur J Public Health. 2004 Mar;12(1):6-11.
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11. 11. Oksi J., et. al.: "Comparison of oral cefixime and intravenous ceftriaxone followed by oral amoxicillin in disseminated Lyme borreliosis ", Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 1998 Oct;17(10):715-9.
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15. Seltzer E.G., et al.: "Long-term outcomes of persons with Lyme disease" JAMA 2000, 283:609-616.
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Borreliosespezialist Dr. Wolfgang Klemann, Pforzheim in seiner Stellungnahme in "SAM", Bericht von "Pro 7" vom 20. März 2006:
"Die Antibiotikatherapie bei Aeneas ist meines Erachtens absolut gerechtfertigt. Es ging ihm wie gesagt darunter besser. Der ganze Vorgang der Geschichte Heller ist für mich unfaßbar. Ich kann das nicht nachvollziehen, denn letztlich bedeutet es, daß hier eine dogmatische Position einer Ärztegruppe mit sehr aggressiven Mitteln vertreten wird." (zum Bericht von "Pro 7"; anklicken)
Inhaltsverzeichnis "BORRELIOSE - ein Kampf nicht nur gegen den Erreger?":
-> Veröffentlichung von Dr. Wolfgang Klemann, Borreliose-Spezialist Pforzheim
-> "Antwort auf den Artikel über Prophylaxe und Therapie der Borreliose im Arzneimittelbrief Heft 2005, 33"
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